Sehr geehrter Herr Löscher,
Sehr geehrter Herr Kaeser,
wir, die Bundestagsabgeordneten Klaus Ernst, Werner Dreibus, Nicole Gohlke, Jutta Krellmann, Ulla Lötzer und Sabine Zimmermann von der Fraktion DIE LINKE. sind erschüttert über die Nachrichten in Zusammenhang mit Nokia Siemens Networks (NSN).
Wegen Missmanagement und falschen Geschäftsentscheidungen ist nach der Fusion zweier profitabler Unternehmen ein Verlustbringer aus dem Wunschkind NSN geworden. Aus diesem Grund haben Sie bereits seit 2007 alleine in München die Anzahl der Beschäftigten quasi halbiert. Nun sollen auch diese Beschäftigten für die Fehler der Geschäftsleitung bezahlen.
Wir ermahnen Sie, übernehmen Sie Verantwortung für die falsche Politik Ihres Managements. Der Verlust vieler tausender Arbeitsplätze wäre nicht nur für die gesamte Republik ein Desaster, die wegfallenden 3600 Arbeitsplätze in München wären für die Region eine Katastrophe. Einnahmeausfälle bei der Sozialversicherung und der Steuer, Verlust an Kaufkraft und die Abwanderung von Know-how wären die Folge. Ganze Familien wären von einem sozialen Abstieg betroffen.
Wir werben dafür, möglichst viele Arbeitsplätze bei der NSN in München zu erhalten und den Kolleginnen und Kollegen eine dauerhafte Perspektive zu schaffen. Setzen Sie ein kompetentes Management ein, das diesemZiel auch gerecht wird.
Die wirtschaftliche Lage ihres Unternehmens zeigt, wie wichtig es ist, die Beschäftigten an den unternehmerischen Entscheidungen aktiv zu beteiligen.
Wir als DIE LINKE. werden uns deshalb mit noch mehr Energie für mehr Mitbestimmung und Demokratie in derWirtschaft einsetzen.
Mit freundlichen Grüßen,
Klaus Ernst
Werner Dreibus
Nicole Gohlke
Jutta Krellmann
Ulla Lötzer
Sabine Zimmermann