Griechenlands Regierung beugte sich dem Druck der Finanzmärkte und stimmte einem weiteren Kürzungspaket zu. Sofort danach stiegen die Kurse von deutschen Banken. 81 Prozent der "Hilfen" fließen direkt zurück an griechische und internationale Gläubiger. Für das Land sind sie ein Rettungsring aus Blei. Dabei hat nicht der Staat "über seine Verhältnisse gelebt", sondern Banken haben ihn ruiniert. DIE LINKE hat Alternativen, um die Staaten aus dem Würgegriff der Kapitalmärkte zu befreien.
Die Verpflichtung zur Einführung von Schuldenbremsen und zu massivem Schuldenabbau geht mit unsozialen und wirtschaftlich schädlichen Kürzungsprogrammen einher. Um Europa aus der Krise zu führen, muss die Konjunktur durch öffentliche Investitionen angekurbelt und das Lohn-, Steuer- und Sozialdumping beendet werden. DIE LINKE fordert die höhere Besteuerung von Kapitaleinkünften und Finanztransaktionen sowie eine Vermögensabgabe für Millionäre. Mit der Gründung einer öffentlichen europäischen Bank, die Staaten günstige Kredite gibt, können diese aus dem Würgegriff der Finanzmärkte befreit werden.
Die Euro-Rettung wird zur unendlichen Geschichte. Nach Griechenland, Irland und Portugal nehmen Finanzhaie jetzt die nächsten Staaten ins Visier. Die Bundesregierung sorgt sich mehr um die Rettung von Banken als um Griechinnen und Griechen, Irinnen und Iren oder Portugiesinnen und Portugiesen. Sie duldet die Diktatur der Finanzmärkte. Eine neue Wirtschaftskrise droht, Armut und soziale Ungleichheit wachsen. Nun zahlt erneut die Bevölkerungsmehrheit die Rechnung für die Krise. Wir brauchen jetzt einen Neustart für ein demokratisches, soziales und friedliches Europa.
Regierungen führen mit immer hektischeren Aktionen die Befehle der so genannten Finanzmärkte aus. Die Krise ist im Kern eine Lohn-Krise. Die Besitzer von Vermögen und Kapital werden immer reicher gemacht. In Deutschland wurden Löhne, Renten und Sozialleistungen besonders stark gesenkt - eine wesentliche Ursache des Niedergangs anderer Staaten in Europa. Was kann, was muss getan werden, um die Krise zu stoppen? DIE LINKE gibt Antworten.
Sahra Wagenknecht:
Europa braucht Gegenwehr & eine andere Wirtschafts- und Finanzordnung
Gregor Gysi:
Merkel & Schäuble unterschreiben grundgesetzwidrigen ESM und Fiskalvertrag
Thema: Euro-Krise: Profiteure zur Kasse!
Alle schützen die Banken. Wir wollen die Millionär-Steuer.
Das Krisenmanagement der Bundesregierung unter Merkel, mit Unterstützung der SPD und der Grünen, wird für die Bevölkerung immer teurer. Mit dem Fiskalpakt sollen nun in ganz Europa Sozialkürzungen und Privatisierungen öffentlichen Eigentums durchgesetzt werden. Auf eine Garantie für ihre Löhne, Renten und Sozialleistungen hingegen warten die Menschen vergeblich. Während das Geld für Sozialausgaben, Bildung oder Gesundheit fehlt, werden die Banken mit Milliarden unterstützt.
DIE LINKE fordert: Sozialstaat verteidigen. Gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro einführen. Millionäre zur Kasse!
Gemeinsam sind wir stark: DIE LINKE ruft auf zu den europaweiten Aktionstagen vom 16. bis 19. Mai in Frankfurt am Main unter dem Motto BLOCKUPY! Wir werden gemeinsam mit Bündnispartnern demonstrieren und die öffentlichen Plätze im Frankfurter Finanzzentrum okkupieren.
Internationale Demonstration am 19. Mai 2012 in Frankfurt am Main.
Alle schützen die Banken. Wir wollen die Millionär-Steuer.
Weltweit, europaweit und auch in Deutschland wachsen die Proteste gegen die Krise, gegen ihre Profiteure und vor allem gegen den Sozialabbau.
DIE LINKE ruft zu den Europaweiten Aktionstagen vom 16. bis 19. Mai 2012 in Frankfurt am Main unter dem Motto BLOCKUPY! auf. Wir werden im Bündnis mit anderen gegen die Politik von EU und Troika demonstrieren und die öffentlichen Plätze im Frankfurter Finanzzentrum okkupieren.
Internationale Demonstration am 19. Mai 2012 in Frankfurt am Main.
Sahra Wagenknecht: Proteste lassen sich nicht verbieten
Sofortige Rücknahme des Verbots: Protest muss möglich sein
Hier gegen das Verbot der Blockupy-Aktionenunterschreiben!
Flugblatt BLOCKUPY! Fiskalpakt verhindern! Löhne rauf - Sozialstaat verteidigen! [pdf]
Aufruf der Partei DIE LINKE Aufruf der Gewerkschaften Seite des Blockupy-Bündnisses
DasErste.de plusminus - Sendung vom 09.05.2012
(© SR) Sparen um jeden Preis lehnen viele Wähler ab, nicht nur in Frankreich und Griechenland. Damit ist die Eurokrise wieder voll aufgeflammt. Obwohl die Banken gerade – fast geschenkt – Milliarden-Kredite von der europäischen Zentralbank bekommen haben. Nicht nur heute, wo offiziell der Europatag gefeiert wird, fragen sich immer mehr Bürger und Experten, ob die Regeln für die EZB nicht grundlegend geändert werden müssen, um die Krise mit Wachstum und Beschäftigung zu überwinden. MEHR Video zum Beitrag
„Merkelismus heißt Dauerkrise. Die Europäische Zentralbank soll nach den Plänen der Bundesregierung gerade so viele Anleihen der Krisenstaaten kaufen, dass die Eurozone nicht zusammenbricht. Sie will aber nicht die Finanzierung der öffentlichen Haushalte direkt sichern, so dass die Krise beendet und die Staaten von der Erpressung der Finanzmärkte... Mehr...
Von Michael Schlecht, Chefsvolkswirt der Fraktion DIE LINKE. im BundestagEs ist kalt in Athen. Die Griechen haben ihre Winterjacken herausgeholt. Am schlimmsten ist das für die Obdachlosen und Bettler in den Straßen. Die massiven Lohn-, Renten- und Sozialkürzungen zeigen ihre Schleifspuren im Alltagsleben. Wenn man durch die Straßen geht scheint... Mehr...
"Eine direkte Refinanzierung der Staatsschulden durch die EZB ist jetzt dringend notwendig. Italien steht vor dem Abgrund", erklärt Michael Schlecht angesichts der rasant steigenden Zinsen für italienische Staatsanleihen und der damit einhergehenden Zuspitzung der Finanzkrise. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter: "Seit... Mehr...
„Ohne Stärkung der Binnennachfrage und Abschöpfen von Krisenprofiten wird uns die offenbar bevorstehende erneute Wirtschaftskrise voll erwischen.“ So begründet Werner Dreibus, Bundestagsabgeordneter der LINKEN aus Hessen (Hanau), einen Antrag der LINKEN im Bundestag am kommenden Freitag. Die deutschen Exporte, so Dreibus weiter, gingen zurück.... Mehr...
"Wer von den Euro-Staaten eine Sozialkürzung nach der anderen erpresst, zerstört nicht nur den Euro sondern am Ende auch die eigene Wirtschaft", erklärt Sahra Wagenknecht angesichts der Zuspitzung der Krise in Italien und der Abstimmung über ein verschärftes Kürzungsprogramm im italienischen Parlament. Die wirtschaftspolitische... Mehr...
"Angela Merkel will Griechenland zum Austritt aus dem Euro nötigen. Stimmt die griechische Bevölkerung gegen die selbstzerstörerischen Kürzungsmaßnahmen, soll kein Cent mehr nach Athen fließen. Die griechische Regierung wäre dann gezwungen, die Drachme wieder einzuführen. Das würde die soziale und wirtschaftliche Situation in Griechenland... Mehr...
Gregor Gysi in der Aussprache über die Regierungserklärung der Kanzlerin zum EU-Sondergipfel und Euro-Rettungsfonds EFSFHerr Präsident! Meine Damen und Herren! Wir verdanken es der Opposition, dass es überhaupt zur Abstimmung über den Hebel im Bundestag kommt. Sie wollten das in den Haushaltsausschuss verlegen. Ich sage Ihnen: Es ist immer... Mehr...
„Die peinliche Nachverhandlung mit den Banken letzte Nacht hat bewiesen: Die Bundesregierung hat im Juli das Geschäft von Herrn Ackermann betrieben“, kommentiert Gregor Gysi die Ergebnisse des nächtlichen Krisengipfels in Brüssel. Der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter: „Wenn die Banken jetzt auf 50 Prozent bei den griechischen... Mehr...
Zur morgen erwarteten Zustimmung des Bundestages zum erweiterten EFSF-Rettungsschirm für verschuldete Euro-Staaten erklärt Werner Dreibus, Bundestagsabgeordneter der LINKEN aus Hanau: „Die so genannte Hebelung des falsch gestalteten Instruments EFSF wird wenig bringen, sollte die Verschuldung – etwa wenn das wirtschaftlich viel größere Italien als... Mehr...
„Merkel hat sich in den deutsch-französischen Verhandlungen selbst in die Sackgasse manövriert. Mit einem Versicherungsmodell für den EFSF Rettungsfond wird die Krise sofort weiter eskalieren. Das dadurch erreichbare Kreditvolumen kann die europaweiten Folgen eines bevorstehenden griechischen Zahlungsausfalls nicht auffangen. Bei einer... Mehr...