„Die gestrigen Demonstrationen gegen den Fluglärm zeigen: Die Beschwerden über den Fluglärm werden weder von der Landes- noch von der Bundesregierung ernst genommen“, so der Bundestagsabgeordnete der LINKEN aus dem Wahlkreis Hanau, Werner Dreibus, in einer Presseerklärung.
Dies, so Dreibus, gehe auch aus den Antworten auf seine Fragen in der Fragestunde des Bundestages vom Oktober hervor. Unter anderem werde darin vom Bundesministerium für Verkehr festgehalten, dass mit einer „Untersuchung“ zur Optimierung des Anflugverfahrens „frühestens im 2.Quartal 2012“ zu rechnen sei. Und wenn eine Untersuchung erst 2012 begänne, sei es wohl realistisch, tatsächliche Verbesserungen – wenn überhaupt - frühestens im Jahr 2013 zu erreichen. MEHR
Die Erfahrungen vieler Fluglärmgegner mit den politischen Entscheidungsträgern auf Landes- und Bundesebene hätten sich auch in den Antworten auf seine Fragen bestätigt, so Dreibus: „Der allein aus Gesundheitsgründen geradezu gebotene Kampf gegen den Fluglärm wird kleingeredet. Es wird auf Zeit gespielt, aktionistisch zum Beispiel eine Task Force gegründet und offenbar darauf gesetzt, dass sich die Menschen schon daran gewöhnen werden oder einfach resignieren.
Dies wird aber dann nicht funktionieren, wenn die Menschen sich weiter gemeinsam und im Bündnis mit Initiativen, Verbänden, Parteien, Kommunen und Kreisen gegen den Fluglärm wehren. Je mehr Bürgerinnen und Bürger dies tun, desto größer sind die Chancen, dass sich etwas ändert. Wir brauchen einen langen Atem.