Der Frankiermaschinenhersteller FP (Francotyp Postalia) in Birkenwerder enläßt 111 Mitarbeiter und blockiert den Sozialplan. Die 7,5 Millionen Euro die den Beschäftigten als Abfindung zur Verfügung stehen wurden angefochten. Ein Drittel der Arbeiter und Leiharbeiter ist vor das Betriebstor gekommen wo sich einige Luft machen konnten.
Dazu in der Märkischen Allgemeinen vom 29.09.2011: "IG-Metall-Vertreterin Stefanie Jahn prangerte die „soziale Verantwortungslosigkeit“ bei FP an. Und sie sprach ausdrücklich Vorstandssprecher Hans Szymanski an: „Machen Sie Schluss mit der Demütigung der Mitarbeiter! Zahlen Sie Abfindungen entsprechend des Spruchs der Einigungsstelle!“ Sie zitierte zudem aus E-Mails der Vorstandsetage. Danach werde die Sozialplansumme vollständig akzeptiert, wenn die Arbeitnehmer eine Transfergesellschaft selbst finanzieren und auf Kündigungsschutzklagen verzichten. „Das ist kein Angebot, das ist eine Mogelpackung ohnegleichen“, sagte Stefanie Jahn unter Beifall." MEHR
Die junge Welt schreibt am 29.09.2011: "Als Erster Bevollmächtigter der IG Metall in Offenbach saß Werner Dreibus mit ihm vor ein paar Jahren am Verhandlungstisch, als es um die Arbeitsplätze der früheren Siemens-Tochter Dematic ging, die 2006 an einen Finanzinvestor verkauft worden war. Dann kam Szymanski und legte los: Tarifvertrag gekündigt, Entlassungen, radikales Sparprogramm." MEHR
Dreibus: "Die FP-Mitarbeiter kämpften mit ihrem Protest nicht nur für sich selbst und ein Mindestmaß an finanziellem Entgelt, sondern auch für die nächsten Generationen. Es gehe darum, dass Arbeitnehmerrechte und die Rechte von Betriebsräten wieder gestärkt werden, und zwar über die Grenzen von Birkenwerder hinaus. Sich gemeinsam zu wehren gegen Ungerechtigkeiten."
Für Werner Dreibus der Metaller-Kollege Szymanski kein unbeschriebenes Blatt. "Ich kenne Szymanski, der kennt noch nicht mal eure Namen, für den seid ihr nur eine Ziffer in der Bilanz. Ein skrupelloser Trickser und Täuscher, der für sich persönlich viel abkassiert hat, aber für das Unternehmen, für das er tätig war, nichts gebracht hat, im Gegenteil. Nachdem Szymanski in Offenbach ein Jahr lang sein Unwesen getrieben habe, sei er von seiner Heuschrecke als offensichtlich untauglich rausgeschmissen worden."
Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Kutz schlug zudem vor, das „unsozialste Unternehmen“ mit dem „Latschen des Jahres“ auszuzeichnen.