21. September 2011 Werner Dreibus

„Wir sparen uns in die globale Krise“

„Zuletzt, aber wohl nicht als letzter Staat, ist auch die italienische Regierung dem Irrglauben verfallen, man könnte sich aus Staatsschulden und Wirtschaftskrise heraus sparen“, so der Bundestagsabgeordnete der LINKEN aus dem Wahlkreis Hanau, Werner Dreibus, in einer Presseerklärung zum vielfach geäußerten Lob für das italienische Sparprogramm.

„Wir sparen uns vollends in die globale Krise. Das Modell Deutschlands, sich mit Hilfe von geringen Lohnkosten Wettbewerbsvorteile im Export und damit hohe Profite zu erwirtschaften, ist in dem Moment gescheitert, wenn die bisherigen Käufer – Japan, USA, Italien, Griechenland, Spanien usw. – wegen Verschuldung ausfallen. China alleine wird das nicht ausgleichen können. Auch der deutsche Binnenmarkt ist viel zu einkommensschwach. Was nötig ist, ist eine grundsätzliche Umkehr: Erst müssen die Verteilungsfrage neu geregelt und die Finanzmärkte reguliert werden, dann wird es auch wieder Investitionen in die Realwirtschaft geben und ausreichend Steuereinnahmen zum Schuldenabbau.“