28. Oktober 2011 Werner Dreibus

Werner Dreibus zum Abbau von 500 Leiharbeitern bei SMA in Kassel

Der Fall SMA zeigt: Strikte Regulierung des Job-Killers Leiharbeit dringend notwendig.

„Die Entlassung von 500 Leiharbeitern durch SMA ist ein Skandal. Es ist absolut nicht hinnehmbar, dass Firmen wie SMA, die immerhin Weltmarktführer von Wechselrichtern für Solaranlagen ist, ihr Geschäftsmodell auf Leiharbeit aufbauen. Diesen Praktiken muss der Gesetzgeber umgehend einen Riegel vorschieben“ erklärt Werner Dreibus, MdB und Bundesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE.

Zur Verlautbarung der SMA-Geschäftsleitung seit Jahren auf das Instrument Leiharbeit zu setzen, um in einem dynamischen Marktumfeld eine flexible Fertigung zu ermöglichen, erklärt WernerDreibus weiter: „Von bislang 6400 Beschäftigten sind 2100 mit Leiharbeitsverträgen bei SMA angestellt. Das zeigt, dass das Unternehmen Leiharbeit nicht dazu einsetzt, Auftragsspitzen abzufedern. Es gehört offensichtlich zur Firmenphilosophie von SMA, das unternehmerische Risiko schwankender Marktverhältnisse allein auf die Beschäftigten abzuwälzen. Die Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter zahlen so für die Profite des Unternehmens mit schlechterer Entlohnung, ständiger Arbeitsplatzunsicherheit und schließlich dem Verlust des Arbeitsplatzes.

Ich fordere die Bundesregierung dazu auf, den Job-Killer Leiharbeit endlich strikt zu begrenzen und den Gesetzentwurf zur Regulierung der Leiharbeit in diesem Sinne zu überarbeiten. Es muss endlich das Prinzip Gleicher Lohn für gleich Arbeit ab dem ersten Einsatztag und ohne Ausnahme gelten, die Verleihdauer auf drei Monate begrenzt und das Synchronisationsverbot wieder eingeführt werden. Außerdem müssen Leiharbeitskräfte eine Flexibilitätszulage von 10 Prozent erhalten und Betriebsräte mehr Mitbestimmungsrechte bekommen. Verweigert die Bundesregierung weiterhin die strikte Regulierung der Leiharbeit sorgt sie für viele neue Skandale a là SMA.“